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Kategorie: Natur & Umwelt
Ausgabe Juli / August 2022 | Natur & Umwelt
Städte und Gemeinden haben es in der Hand, den Flächenverbrauch für Privates und Gewerbliches in Bayern niedrig zu halten.
Die Fahrzeuge brauchen natürlich mehr Platz. Die können sich ja gar nicht bewegen. Die Geschichte spielt überall: 1966 etwa in Italien. Der Sänger Adriano Celentano erzählt in „Il ragazzo della via Gluck“ von einem Buben, der in einem alleinstehenden Haus am Stadtrand geboren ist, dort im Grünen aufwächst, barfuß mit Freunden über die Wiesen tollt, später in die Stadt zieht, einen modernen Beruf ergreift, emotional aber immer seiner Herkunft verbunden bleibt und nach Jahren zurückkehrt in die Gluck-Straße. Bitter enttäuscht findet er nicht nur seine [...]
Ausgabe März / April 2022 | Natur & Umwelt
Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022
Sein Aussehen ist schillernd – sein Charakter ebenso, zumindest in der phantasiegespeisten Wahrnehmung der Menschen. Wer so eine imposante Erscheinung wie der Wiedehopf ist, dem wird so manches zugetraut – im bestem wie im schlechteren Sinne. Unwiderstehlich ist er spätestens, wenn er seine orange-farbene Federhaube mit ihren flirrenden Spitzen in Schwarz-Weiß auffächert, die Krönung seines an sich schon auffälligen Gefieders mit den schwarz-weiß gebänderten Flügeln am zimtbraunen Körper. So ganz entfaltet wirkt er noch größer als die ca. 28 cm, die er vom Schwanz bis [...]
Ausgabe Januar / Februar / März 2022 | Natur & Umwelt
Gelebter Umwelt- und Klimaschutz in Schwebheim mit Vorbildcharakter für den Landkreis Schweinfurt und darüber hinaus.
Im fränkischen Apothekergärtlein wächst auch der purpurne Sonnenhut, der zur Unterstützung bei Atemwegs- oder Harnwegsinfekten eingesetzt wird. Seit 2019 kämpft das Aktionsbündnis „Wasser am Limit“ für die Wasserqualität und -quantität und den Erhalt von Quellen im trockenen Unterfranken. Wir berichteten darüber bereits im Franken-Magazin vom November/Dezember des vergangenen Jahres. Während die Aktivisten weiter ihre Forderungen an Politik und Behörden richten und nicht aufgeben, unter anderem für eine ökologische Verbesserung unserer Gewässer und eine umweltverträgliche Bewirtschaftung der Felder zu kämpfen, wird immer klarer, daß der eigentliche [...]
Ausgabe November / Dezember 2021 | Natur & Umwelt
Was für ein Wahlkampf! Hinter uns liegen endlose, oft ermüdende Debatten der verschiedenen Parteien. Alle, bis auf unverbesserliche Klimaleugner, haben sich für die nächsten vier Jahre nichts Geringeres vorgenommen als die Erde zu retten. Ab jetzt, sofort.
Thema Straßenbeleuchtung: Markus Prokopczuk (r) erklärt Ehingens Bürgermeister Friedrich Steinacker die Funktionsweise der neuen Bewegungsmelder. Ein hehres Ziel, wenn man mal von dem Gefeilsche um zu reduzierende CO2 Mengen, und angepeilte Fristen absieht: – Kohleausstieg 2038? Klimaneutral 2050? Ob das reichen wird? Und was ist mit den Arbeitsplätzen? Mit denen im Braunkohletagebau zum Beispiel? Trotz allem ist eine Erderwärmung von 1,5 Grad unvermeidbar. Das allerdings nur, wenn innerhalb der nächsten drei Jahren die sog. globale Transformation stattgefunden hat. Viele Experten befürchten hingegen einen weit höheren [...]
Ausgabe November / Dezember 2021 | Natur & Umwelt
Die Initiative „Wasser am Limit“ kämpft im staubtrockenen Unterfranken für die Quantität und Qualität unseres Wassers.
Es war das Interview mit der Bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in der Sommerausgabe des Franken-Magazins, das die Mitglieder von „Wasser am Limit“ auf den Plan rief. Wie meist, wenn sie mit Behörden zu tun hätten, würde die „Situation schöngeredet“ und „der Schwarze Peter von einem Ministerium zum anderen geschoben“, ärgert sich Norbert Herrmann, einer der Sprecher des Aktionsbündnisses. Die Situation, um die sich die Initiative „Wasser am Limit“ sorgt, ist die extreme Trockenheit und der damit verbundene Wassermangel Unterfrankens. Der Ärger, der die inzwischen rund [...]
Ausgabe September / Oktober 2021 | Natur & Umwelt
Der Bienenfresser ist der einzige Vertreter einer Vogelfamilie, die in den Tropen und Subtropen heimisch ist, der sich in warmen Zeiten in unsere Breitengrade wagt.
Endlich ein günstiger Zeitpunkt. Die bislang verregnete Julistrekke wird durch einen Sonnentag aufgebrochen. Heute müßten sie unterwegs sein, die fliegenden Raritäten, die das Herz eines jeden Vogelfreundes höher schlagen lassen – und auch den Puls der Autorin beschleunigen. Könnte gut sein, daß sie vor ihrer Prämiere einer Sichtung dieser Spezies steht. Mit Fernglas und festem Schuhwerk ausgerüstet, taste ich mich durch die Steinbruchlandschaft im Landkreis Würzburg an die magische Grenze von 200 bis 300 Metern Mindestabstand zum Brutplatz der Vögel heran. Ein dringender Rat, den [...]
Ausgabe September / Oktober 2021 | Natur & Umwelt
„Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.“ Dieses Sprichwort des chinesischen Philosophen Laotse ist mehr als 2.600 Jahre alt. Aber stimmt das auch heute noch? Michael Kolahsa, Fischereifachberater beim Bezirk Unterfranken, meint prinzipiell ja, wenn bei uns auch keiner mehr hungern müsse. Früher sei es beim Angeln ja tatsächlich ums Überleben gegangen, heute eher um Muse. Viele Anglerinnen und Angler schätzten den Bezug zur Natur. Sie bekämen so ein Gefühl für das empfindliche Ökosystem, und entwickelten ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit. So gesehen ist für Michael Kolahsa Fischen immer noch überlebensnotwendig, sagt er in unserem Interview.
Die Überfischung der Meere ist nicht mehr zu übersehen. Aber wie relevant ist denn die Binnenfischerei? Binnenfischerei und Süßwasser-Aquakultur machen nach Angaben der Welternährungsorganisation rund 40 Prozent der globalen Fischproduktion aus. Ist das eine Lösung des Welternährungsproblems? Kolahsa: Sagen wir so: es kann ein Teil der Lösung des Welternährungsproblems sein. Ein bekannter Spruch heißt: „das Gute schwimmt so nah“. Das kann ich nur unterstreichen. 40 Prozent ist ja schon wirklich ein beachtlicher Anteil. Aber er könnte und sollte noch höher sein. Jeden Prozentpunkt, den wir [...]
Ausgabe Juli / August 2021 | Natur & Umwelt
Finden heimische Insekten exotische Stadtklimabäume attraktiv? Das untersuchen derzeit Forscher der Universität Würzburg und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.
Früher klebten sie zuhauf an der Windschutzscheibe, unangenehm und sichtbehindernd. Seit Jahren ist die Pkw-Front frei von Insekten und liefert den traurigen Befund: Der Schwund der Schwebenden und Krabbelnden ist eklatant vorangeschritten. Das Thema Insektensterben hat inzwischen seinen ersten Schlagzeilenpeak überschritten und treibt in breitem Basisengagement für bedrohte Fluginsekten bunte Blüten: etwa mit pollenreichen Blumenmischungen für den Hausgarten oder dem erfolgreichsten Volksbegehren der bayerischen Freistaatsgeschichte. Überraschenderweise sind gerade in den Städten die Lebensbedingungen für Hummeln und Wildbienen gar nicht so schlecht. Das belegte im [...]
Ausgabe Juli / August 2021 | Natur & Umwelt
Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sieht für ihr Haus „einen klaren Auftrag zum landesweiten Ausbau von Bewässerungslösungen.“ Für die Landwirtschaft soll eine umfassende Klimaanpassungsstrategie entwickelt werden.
Daß Unterfranken unter extremer Trockenheit leidet ist längst kein Geheimnis mehr. Fachleute vergleichen die Gegend um Würzburg, Kitzingen und Schweinfurt gar schon mit Israel und Jordanien. Verschärft wird die Lage durch den Klimawandel, der lang anhaltende Trockenzeiten und zunehmende Starkregenereignissen verursacht. Ausgetrocknete Felder, braune Wiesen und Wasserknappheit auf der einen, Bodenerosion und Überschwemmungen auf der anderen Seite machen vor allem den Landwirten zu schaffen. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber Wir sprachen darüber mit Staatsministerin Michaela Kaniber, vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Unterfranken [...]
Ausgabe November / Dezember 2014 | Natur & Umwelt
Bäume tun der Seele gut, heißt es. Unsere Autorin hat sich einem Selbsttest unterzogen und sich dafür auf die Suche nach einem der ältesten und mächtigsten Gewächse seiner Art gemacht.
Bei der Kasberger Linde bei Gräfenberg im Landkreis Forchheim, läßt sich das Alter wohl nicht recht bestimmen, Fachleute schätzen zwischen 600 und 1000 Jahre. Allerdings haben diese dem Baum ganz schön zugesetzt. Das sogenannte Totholzbiotop hat zwar immer noch viele lebendige Äste mit Blättern muß aber von zahlreichen Eisenstangen abgestützt werden. Der Mensch sollte gerade im Leben stehen. Vertikal, aufrecht, mit den Füßen fest auf dem Boden der Tatsachen und mit dem Kopf durchaus irgendwo oben das Licht der Erkenntnis erhaschend. Aber was tun, wenn [...]
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